Paderborn, 13.07.2010

Straßenfußballfinale in Südafrika: MYSA erneut Sieger

Mit einer großen Dankesfeier endete am Sonntag das 2. Football for Hope Festival. Nach einer spannenden Woche, die unter dem Motto „Fair Play“ stand, wurden gleich drei Sieger geehrt: Der Gewinner des Football for Hope-Cups, des Alexandra Cups und die Mannschaft, die den FIFA Fair Play-Preis erhielt. Auch daheim gebliebene Straßenfußball-Fans konnten die ereignisreiche Woche verfolgen: Team Deutschland schrieb für FD21.de regelmäßig Tagebuch und berichtete hautnah von den Ereignissen in Alexandra.

Die Straßenfußball-Weltmeisterschaft fand, nach 2006, zum zweiten Mal während der Finalwoche der FIFA-Weltmeisterschaft statt – Ort des Geschehens war das südafrikanische Alexandra. Für die jungen Teilnehmer aus aller Welt, zahlreiche Helfer, Mitarbeiter und Besucher ein einmaliges Ereignis.

Acht Jungen und Mädchen vertraten Deutschland unter dem Motto „Wir sind Deutschland: weltoffen, engagiert und sozial“. Gemeinsam mit 31 weiteren internationalen Delegationen spielten sie eine Woche lang um den Pokal – doch es ging um mehr als um den Sieg. Alle deutschen Teilnehmer sind in soziale Projekte des Netzwerks Straßenfußball involviert – dort engagieren sie sich für verschiedene Anliegen, wie Integration, Toleranz, Fair Play, Lernen und Entwicklung, etc.. In der sportlichen Arbeit steht die persönliche Entwicklung der Jugendlichen im Vordergrund.

Team Deutschland

Auf dem Platz hat die Mannschaft ihr bestes gegeben, in Erinnerung werden vor allem die Begegnungen und Erlebnisse abseits der Arena bleiben. Neben zahlreichen Workshops und Partys, waren es vor allem die Begegnungen mit anderen Mädchen und Jungen aus der ganzen Welt, die die Spieler faszinierten. Denn alle Teilnehmer haben Gemeinsamkeiten: die Liebe zum Straßenfußball, den Wille etwas zu verändern und den Grundgedanken des Fair Play.

Auszeichnungen für drei Gewinnermannschaften

Es heißt, dass es den größten Applaus des Tages bei der Verleihung des FIFA Fairplay-Preises gab, dessen Gewinner von den Zuschauern gewählt wurde: Spirit of Soccer, die in Kambodscha für ein stärkeres Bewusstsein zur Problematik der Landminen kämpfen. Das sportliche Finale machten zwei afrikanische Mannschaften unter sich aus – Search and Groom aus Nigeria und MYSA aus Kenia. Erst nach einem packenden Elfmeterschießen stand MYSA als Gewinner des Football for Hope-Festivals fest. Bereits beim festival 2006 in Berlin-Kreuzberg gewann MYSA das Straßenfußballturnier. Jürgen Griesbeck, Gründer und leitender Direktor von streetfotballworld zeigte sich glücklich über den Verlauf des Festivals und Finals, in dem die Mannschaften gemeinsam eine schwere Entscheidung treffen mussten. In einer Situation war nicht klar, ob der Ball im Tor war oder nicht.Da die Spiele ohne Schiedsrichter ausgetragen wurden, entschieden die Spieler untereinander, den Schuss nicht zu werten. Für Griesbeck wurde hier der Geist des Fair Play der Jugendlichen ganz deutlich: „Sie verdienen meinen höchsten Respekt für die Art und Weise, wie sie das geregelt haben.“

Im Finale des Alexandra Cup-Wettbewerbs, der unter den früher im Turnier ausgeschiedenen Mannschaften ausgetragen wurde, setzte sich Esperance aus Ruanda gegen Grassroot Soccer durch.

Alle weiteren Informationen zum 1. Football for Hope-Festival

Die Woche hautnah: Das Tagebuch von Team Deutschland auf FD21.de

Festival 06 - die erste Straßenfußball-Weltmeisterschaft in Berlin


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